Der Neufundländer (mit Mopsteil)

An dieser Stelle möchte ich Sie ein wenig an meiner Begeisterung für die Hunderasse des Neufundländers teilhaben lassen. Auf eine Schilderung des Rassestandards verzichte ich bewusst, denn die Seiten zahlreicher Neufundländervereine erhalten hierzu ausreichend Informationen.

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Als Jugendlicher hielt ich einmal ein Buch aus der Reihe "Brehms Tierleben" zum Thema Hunde und Bären in der Hand.

Die Art und Weise, wie in diesem Buch aus der Mitte des 20. Jahrhunderts über die Rasse des "Neufundländers" berichtet wurde, hat mich damals derart fasziniert, dass ich beschloss, mir irgendwann einmal einen solchen Hund anzuschaffen, obwohl ich bis dahin noch niemals ein Exemplar dieser Rasse bewusst gesehen hatte.

Nachdem unsere Colliehündin Blanca vom Michaelshof (Bild1) 1983 gestorben war, war für mich klar, dass mein nächster Hund nur ein Neufundländer sein kann.

Zunächst galt es allerdings, meine Familie damit vertraut zu machen, dass demnächst ein Vierbeiner mit den Ausmaßen eines "Kälbchens" unser Grundstück bewachen würde.

Nachdem dieses Hindernis beseitigt war, zog im Juli 1984 unser erster Neufund-länderrüde "Gordon von der Ebenhöhe" (Bild 2) von Weifenbach (bei Biedenkopf) nach Ebersgöns.

"Falko", wie wir unseren ersten Bären nannten, war ein überaus gutmütiger Zeitgenosse (Bild 3), aber nur, wenn kein anderer Rüde bzw. kein Stück Wild seinen Weg kreuzte.

In diesen Fällen hatte ich meine Probleme mit ihm, denn dann bewies er mitunter eine Schnelligkeit, die man ihm bei normaler Betrachtung niemals zugetraut hätte und er zeigte bei verschiedenen Anlässen seine ungeheure Kraft.

Ich erinnere mich z.B. an einen Vorfall, als ich ihn für einen Moment an einen unserer Obstbäume im Garten angebunden hatte, um etwas aus dem Haus zu holen. Plötzlich hörte ich lautes Knurren und Gebell und lief nach draußen. Ich musste feststellen, dass Falko seine - damals schon nicht billige - Lederleine wie Papier zerrissen hatte und im Begriff war, unser Grundstück wegen eines ihm nicht sympathischen Riesenschnauzerrüden zu verlassen. Er hing bei meinem Eintreffen über unserem Jägerzaun und ich konnte gerade noch Schlimmeres verhindern.

Als ich später von einem Nachbarn auf den Zustand unseres Jägerzaunes hingewiesen wurde, musste ich feststellen, dass der Zaun auf einer Länge von mehreren Metern ein ganzes Stück nach außen verschoben war.

Man kann sich sicherlich vorstellen, welche Kräfte hier gewirkt haben.

Bedauerlicherweise bekam Falko im Alter von sechseinhalb Jahren gesundheitliche Probleme in Form von Herzrythmusstörungen. Die nächsten 24 Monate waren davon geprägt, unseren "Falko" mit Medikamenten zu versorgen und auf eine reduziertes Bewegungsverhalten zu achten. Dies half, die Situation für unseren "Dicken" einigermaßen erträglich zu gestalten, bis er Anfang Dezember 1992 plötzlich an Herzversagen starb.

Es dauerte nun fast genau ein Jahr, bis wieder ein kleiner Neufundländerrüde bei uns einzog. Dies hing damit zusammen, dass es zu dieser Zeit nicht so einfach war, einen Züchter zu finden, dessen Hunde in Erscheinung und Größe meinen Vorstellungen entsprachen.

Kurz vor Weihnachten 1993 war es dann aber soweit. "Nino vom Riffersbach" zog im Alter von 8 Wochen und mit einen Gewicht von ca. 9 Kilo von Eschweiler nach Ebersgöns. (Bild 4).

Film: Nino mit 10 Wochen

Er war innerhalb kurzer Zeit der Liebling der ganzen Familie, besonders aber unserer Töchter, der Kinder meiner Schwester und der Nachbarskinder. (Bild 5).

In der Folgezeit entwickelte er sich zu einem Prachtexemplar eines Neufundländers, der in Anbetracht seiner Erscheinung überall, wo er aufgetaucht ist, die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich gezogen hat. (Bild 6).

Siehe auch diesen Film.

Im Jahr 1997 bekam Nino dann „Unterstützung“. Max vom Riffersbach (Bild 7) zog nur einige hundert Meter von uns entfernt bei meiner Schwester Martina ein. Jeder Neufundländerbesitzer, der um Größe, Stärke und Eigenschaften dieser "Bären" weiß, kann sicher nachvollziehen, welche Kraftanstrengungen nötig waren, wenn die beiden Rüden an der Leine waren und ihre über 120 Kilogramm einmal gemeinsam in Richtung eines für sie interessanten Objektes (z.B. einer Hündin) bewegten.

Dennoch gab es kaum ein größeres Vergnügen, als mit zwei solchen Prachtexemplaren (Bild 8) durch den Ort oder die Gemarkung zu laufen oder ihnen bei ihrem Spiel im Garten zuzuschauen. Ich selbst war immer wieder erstaunt, welchen Anmut und welche Geschwindigkeit die beiden "Neufis" trotz ihrer Größe und ihres Gewichts entwickelt haben.  (Bild 9) - Siehe hierzu auch diesen Film und  diesen Film.

Wieso man den Neufundländer auch als "bärenhaften" Hund oder "Bären" bezeichnet, läßt sich unschwer aus dem folgenden Bild ableiten, auf dem Nino ein "Tänzchen" mit unserer damals 16-jährigen Tochter Tanja wagte. Siehe auch diesen Film!

Im Sommer 2002 hat sich unsere Tochter Tanja einen kleinen Mopsrüden (Oranius vom Strohhalm, genannt Felix) nach Hause geholt.  Es war erstaunlich, wie gut die beiden so unter-schiedlichen Hunde sich miteinander vertragen haben (Bild 10).

Ende Januar 2005 hat uns Nino im Alter von 11 Jahren und 3 Monaten verlassen. Wir sind zwar sehr traurig, dass er nicht mehr bei uns ist, aber andererseits dankbar für die lange Zeit, die er uns begleitet hat und werden uns immer gerne an einen einmaligen Neufundländerrüden erinnern.

Sollten die vorstehenden Ausführungen Ihr Interesse an dieser - nach meiner Meinung - einmaligen Hunderasse geweckt haben, dann bin ich gerne bereit, jedem, der sich für einen Neufundländer interessiert, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. 

Aus beruflichen Gründen wird es vorerst keinen Neufundländer mehr in unserer Familie geben.

Der Mops

Der Gerechtigkeit halber habe ich zum Schluss noch ein Paar Bilder (siehe unten) und einen kurzen Film von Tanjas Mops Felix vorbereitet, der uns seit 2002 ein gutes Stück weit seinen „Lebensstil“ vermittelt hat.

Anfang Mai 2010 musste Felix leider nach kurzer, schwerer Krankheit eingeschläfert werden.  Mit ihm hat uns ein Familienmitglied verlassen, aber auch hier danken wir bei aller Trauer für die schöne Zeit, die wir mit ihm verbringen dürften. Das nachfolgende Bild entstand Anfang Januar 2010 und ist eines der letzten Fotos, auf denen er so, wie er war, zu sehen ist.

weitere Bilder von Felix … (Klick auf die Lupe vergrößert das jeweilige  Bild!)

Dezember 2010 - Mopsmädchen Marie ist seit Ende Mai bei uns. Erneut war Tochter Tanja am Werk. Da sie aus dem Tierheim kam und der unbekannten ehemalige Halter sie hätte zurück verlangen können, mussten wir mit der Veröffentlichung von Bildern 6 Monate warten. 

Sie hat die Herzen der ganzen Familie im Sturm erobert.

Kurzfilm - Marie bellt am 3. April 2012

Emma (links, Mops von Tochter Tanja) und Marie Anfang 2013

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